
Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Shortform von „Die Zuflucht“ von Corrie ten Boom. Shortform die weltweit besten Zusammenfassungen von Büchern, die man gelesen haben sollte.
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Wie wurden die ten Booms gefasst? Wer war Jan Vogels, der Mann, der sie bei der Gestapo denunzierte?
Als Corrie ten Boom von Jan Vogels erfuhr, war sie außer sich vor Wut. Doch ihr Glaube veranlasste sie, ihm zu vergeben und für ihn zu beten. Lesen Sie, wie sie von dem Verrat erfuhr und wie sie damit umging.
Vom Gefängnis ins Konzentrationslager
Eines Tages im Frühsommer 1944 wurde Corrie von den Wachen in Scheveningen plötzlich aufgefordert, ihre Sachen zu packen und sich mit den anderen Frauen in einer Reihe aufzustellen, um das Gefängnis unverzüglich zu verlassen. Als sie sah, wie das Gefängnis geräumt wurde, wurde ihr klar, was vor sich ging – die alliierten Streitkräfte waren in Europa gelandet und hatten mit der Befreiung der besetzten Länder begonnen!
Als Reaktion darauf verlegten die Deutschen ihre politischen Gefangenen aus dem Weg der rasch vorrückenden alliierten Streitkräfte und tiefer ins Landesinnere Europas. Der Zug hielt an, jedoch nicht an einem Bahnhof oder gar in einem Lager. Die Wachen zwangen sie mitten im Wald aus dem Zug. Sobald die leidenden und halbverhungerten Gefangenen den Zug vollständig verlassen hatten, wurden sie unter Waffengewalt gezwungen, zu Fuß weiterzulaufen. Betsie war krank und hatte Atembeschwerden, daher half Corrie ihr, den Weg durch den dunklen Wald zu bewältigen. Schließlich sah Corrie, wohin sie und die anderen Frauen gebracht wurden: ins Konzentrationslager Vught für politische Gefangene.
Glaube auf die Probe gestellt – Über Jan Vogels
Diese bedrückenden Umstände stellten Corries religiösen Glauben auf eine harte Probe. Eines Tages erzählte Betsie ihr, dass eine neue Frau in die Nähgruppe versetzt worden sei. Betsie erzählte ihr, dass diese Frau von einem Mann namens Jan Vogels an die Gestapo verraten worden war – dem Mann, der laut Betsie auch die Familie ten Boom an die Gestapo verraten hatte. Corries Gedanken begannen, an Orte zu wandern, an die sie noch nie zuvor gedacht hatte. Sie glaubte sogar, dass sie fähig wäre, Jan Vogels zu töten, sollte sie ihn jemals sehen. Das Wissen, dass dieser mörderische Hass in ihr existierte, verursachte Corrie große körperliche und seelische Qualen.
Doch letztendlich bewahrte sie sich ihre Menschlichkeit – dank Betsies unerschöpflicher Quelle christlicher Barmherzigkeit und Vergebung. Betsie sagte Corrie, dass Jan Vogels wegen seiner Taten sicherlich von Schuldgefühlen geplagt worden sein müsse, dass er genauso gequält gewesen sei wie sie. Durch Betsies Beispiel erkannte Corrie den Irrtum und die Sünde ihrer rachsüchtigen Gedanken. Sie sah ein, dass sie vor Gott demselben Urteil ausgesetzt war wie Jan Vogels. Er hatte durch seine Taten den Tod anderer verursacht; aber Corrie hatte diesen Mann mit ihrer Zunge und in ihren Gedanken ermordet. In jener Nacht betete sie zu Gott, Jan Vogels und auch sich selbst zu vergeben. Indem sie ihm vergab, fand auch sie selbst Frieden.
Die Gräueltaten gehen weiter
Auch nachdem sie einen Weg gefunden hatte, Jan Vogels zu vergeben, wurde Corries Glaube weiterhin auf die Probe gestellt. Glücklicherweise fanden Corrie und Betsie Gemeinschaft mit den Frauen in ihrer Baracke. Eine von ihnen war die schwangere Frau Floor, eine Kommunistin, deren Mann im Männerlager von Vught inhaftiert war, ebenso wie die Ehemänner vieler anderer Frauen. Corrie fürchtete um Frau Floors Gesundheit und die ihres Babys, da sie bemerkte, wie gefährlich dünn sie für eine werdende Mutter war.
Frau Floor erzählte Corrie, dass Personen, die gegen die Lebensmittelkartenvorschriften verstießen (und genau das unterstellten die Behörden Corrie und Betsie), in der Regel zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt würden. Wenn das stimmte, würde das bedeuten, dass sie am 1. September entlassen würde. Corrie klammerte sich in Gedanken an dieses Datum, obwohl Betsie sie eines Abends im August warnte, sich keine allzu großen Hoffnungen zu machen.
Doch die schiere Brutalität des Lagers ließ sich unmöglich ignorieren. Im Laufe des langen Sommers 1944 erreichten die Frauen vereinzelte Nachrichten (oder vielleicht auch nur Gerüchte), dass die Alliierten rasch nach Osten durch Europa vorrückten, besetzte Städte befreiten und die deutschen Truppen immer weiter zurückdrängten. Die Wachen schienen sich dieser Lage sehr wohl bewusst zu sein und gingen mit jedem deutschen Rückschlag immer brutaler gegen die Gefangenen vor. Insbesondere wurden die Gewehrschüsse aus dem Männerlager immer häufiger.
Endlich war der 1. September gekommen – doch er brachte nicht die Freiheit, auf die Corrie gehofft hatte. An diesem Tag setzten bei Frau Floor die Wehen ein. Da sie keinen Zugang zu grundlegender gynäkologischer oder postnataler Versorgung hatte, war sie gezwungen, ihr Kind, ein Mädchen, auf dem Boden der schmutzigen und von Ungeziefer befallenen Baracke zur Welt zu bringen. Das Mädchen lebte nur vier Stunden.
———Ende der Vorschau———
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Das erwartet Sie in unserer vollständige Zusammenfassung von „The Hiding Place“ :
- Warum die gläubige Christin Corrie ten Boom beschloss, sich gegen die Nazi-Besatzung zu wehren
- Wie ten Boom und die jüdischen Nachbarn, die sie versteckte, entdeckt wurden
- Wie ten Boom das Konzentrationslager überlebte und mit noch stärkerem Glauben daraus hervorging

Eine großartige Frau
Gott kann ihn bestrafen